Banner

Restaurant Wielandshöhe
- Vincent Klink -
Alte Weinsteige 71
D-70597 Stuttgart-Degerloch

Telefon 0711/640 88 48
Telefax 0711/640 94 08

Sonntag und Montag Ruhetag

Küche
12.00-14.00  18.00-21.00

Tischreservierung nur
per Telefon

Keine Kochkurse
 

23. Oktober 2010
                                           Gulasch vom Rind
Wer dieses ungarische Gericht bereitet und den halben Tag lang sanft köcheln lässt, der kocht sich eine rare Köstlichkeit. Doch, welcher Koch bewacht seinen Topf schon gern über sechs Stunden hinweg? Genau das ist der Grund, warum für modernes Gulasch gerne zarteres Keulenfleisch, die Schulter oder sonstiges fettarmes und deshalb total ungeeignetes Fleisch verwendet wird. Schulterfleisch könnte man durchgehen lassen, aber aus der Keule geschnitten wird Gulasch so trocken, dass es nur mit großen Humpen Wein oder Bier durch die Gurgel geschmirgelt werden kann. All das sind die Gründe, warum wir uns selber mal dieses Gerichts annehmen sollten. Bei den Ungarn versteht man übrigens unter Gulasch das, was wir Gulaschsuppe nennen. „Pörkelt“ sagen sie zu dem, was wir als Gulasch jetzt gleich im Topf haben werden.

Bei der Rinderhaxe handelt es sich um Fleisch mit extrem vielen Sehnen. Jeder kennt den Ausspruch, das Gulasch war von schlechtem sehnigem Fleisch. Nein, das war kein schlechtes Fleisch, sondern nicht genügend lange gegart. Die Flexen und Sehen sind nach ungefähr sechs Stunden weich wie Gummibärchen und verleihen dem Fleisch unglaubliche Saftigkeit. Es empfiehlt sich den (oder das, laut Duden gilt beides) mit einem Deckel in den Ofen bei ca. 180 Grad, zu stellen. Im Ofen wird von allen Seiten geheizt, nichts kann von unten anbrennen und so lässt sich die lange Garzeit stressfreier bewältigen.


Zutaten:

1 kg                   Rinderhaxe (Rinderhesse)
1 Kg                   Zwiebeln
2 EL                   Tomatenmark
1                       Lorbeeerbaltt
3 EL                   süßes Biopaprikapulver
1/2 TL                scharfes Bio-Paprika
2                       Gemüsepaprika (unbedingt Bio), rot und grün
1 Zehe                Knoblauch
1/4                     Zitrone  nur die Schale davon
1 TL                   Kümmel (fein gehackt)
                         grober schwarzer Pfeffer, Salz
                         Öl. und eine Flasche  Rotwein
                         Und noch etwas: wenn Wein, dann immer ganz zum Schluss. DAs Gulasch möglichst im eigenen Saft garen und nur dann etwas Brühe oder Wasser zugeben, wenn Anbrenngefahr droht.

auch das gibts: http://www.unternehmer-gegen-s21.de

20. Oktober 2010
Bob Woodward, der berühmte investigative Journalist, deckte den Watergate Skandal auf. Er sagte den wichtigsten Satz, wenn es gilt Verstrickungen aufzudecken. “Um an die Wurzeln des Verbrechens zu kommen, verfolge die Spur des Geldes!”

Hier nun ein ARD-Film der zeigt, wie wichtig öffentlich-rechtliches Fernsehen ist.
Einfach anklicken.
http://Stuttgart21.blog.de/2010/10/19/plusminus-profitiert-wirklich-stuttgart-9686043/

16. Oktober 2010
Ja, ja, der Unsinn, den ich und meine Freunde veranstalten, der ist toll ...
   ... der (gleiche) Unsinn bei anderen, der ist großer Mist.
Es grüßt freundlich ein JEDEN Lärm verachtender.


Okay, für den Motorradbeitrag bekam ich gleich ins auf die Mütze. eigentlich völlig zurecht. Vor meine Frau muss ich meine Bikes richtig verstecken, weil sie deretwegen gerne zur Tobsucht neigt. Andererseits ist ja unbestritten, dass die Männer immer fader werden. Dem kann man nur begegnen, wenn man sich Spinnereien leistet. Männer ohne Spleen sind eigentlich unerträglich. So meint der Vincent

Jens classic Bear 2010

16. Oktober 2010
Diese Guzzis sind doch phantastische Racer. Die Roten gehören dem Comiczeichner Holger Aue, dem Classic Thunder Bears-Meister 2010. Die Blauen sind Jens Hofmanns getunte Wunderteile. Er ist Classic Bears Meister 2010. Von Jens habe ich viel gelernt. Durch ihn habe ich eigentlich erst richtig kapiert, was es mit dem Motorradfahren wirklich auf sich hat. Mit den pubertierenden Japanpiloten, die den lärmkranken Bürger mit ihrem Gekreische nerven, hat das alles nichts zu tun.

13. Oktober 2010
Heute fiel das Fernsehen wegen der Chile-Kumpel-Rettung aus und so habe ich die Gelegenheit genutzt in Fellbach in der "Germania" Mittag zu essen. Sehr guter Laden mit rechtschaffen-hagebüchenem Publikum. Ein heftiger Trollingertrinker wurde von der Wirtin gewarnt, er möge jetzt nach Hause gehen, sonst schimpft die Frau. "Ond wenn'd jetzt no a Virtele trenkscht, dann liegst onderm Disch"! " Er dann, "isch egal wo, onderm Disch fühl i mi immer dahoim!" (für Ausländer: hagebüchen=verschmitzt-bauernschlau-bodenständig)

9. Oktober 2010
Eine alte Freundin schreib mir, dass sie wegen S 21 Angst habe. Ich beruhigte die Dame, dass die vergangenen Zeiten der lähmenden Politikverdrossenheit für eine Demokratie viel gefährlicher werden können als Rabatz zwischen Bürgern und Exekutive. Ich glaube fest daran, dass alles ohne viel blaue Flecken abgehen wird. Mancher, der weit entfernt von Stuttgart wohnt, dem mag das wilde Treiben in Stuttgart allerdings unverständlich sein. Diesen Beobachtern aus sicherer Ferne sei aber gesagt:

Längst geht es nicht mehr ausschließlich um den Bahnhof und um die abgesägten Bäume, sondern um offensichtliche und nachweisbare Mauscheleien der Politiker und der Bahnchefs. Also, wenn wegen einem Bahnhof schon so viel gelogen wird, wie wird dann in anderen Bundesländern und vor allem in der Bundespolitik gelogen?

Während ich diese Zeilen schreibe, lärmt es aus dem Kessel und ich schätze mal, dass ca. 70.000 Bürger am Start sind. Dort unten geht es um Demokratie, es ist im Grunde ein Demo gegen Gewohnheitslügen, und das geht eigentlich jeden was an.

PS:
Und wenn es den Dr. Heiner Geißler zwischen den Fronten zerbröseln sollte, dann bestimmt nicht wegen der Bahnhofsgegner, den Baumküssern und Naturschützern, sondern weil die Panzer-Politiker nicht mit der Wahrheit rausrücken können. Tja, warum darf sich ein Politiker eigentlich keine Irrtümer zugeben oder Fehler oder Schwächen eingestehen? Warum kann man nicht „halblang“ machen und seien es auch nur Versuche des Sparens? Sympathiegewinn wäre ihm sicher

Schon wieder ein hocherfreuliches Buch:

Vaucher

Es gab mal eine Zeit, die war es für den Basler Gourmet eine Höhenwanderung, die man sich heute kaum mehr vorstellen kann. Aus dem Hunger des Krieges pilgerte C.F. Vaucher an die wieder langsam sich erhitzenden Fleischtöpfe Frankreichs und sonstiger Länder. Der Mann war Kosmopolit, gelangte auch in den Orient und sonst wo hin. Die Texte über seine kulinarischen Erfahrungen sind wunderbar und die Rezepte ebenso. Es sind Berichte über gastronomische Sternstunden, die eine alte schwere Küche besingen. Lese ich das, sozusagen als Fachkraft, läuft mir dermaßen das Wasser im Maul zusammen, dass ich genauso in Glückstaumel geraten könnte wie die Protagonisten des Buchs. Lese ich Rezepte der „Ancien Cuisine“, könnte ich in Lustschreie ausbrechen, da kann einem die moderne Küche total gestohlen bleiben.
Zum Kauf dieses Buch, das man beim kleinen Verlag Chamaelion bestellen kann, muss ich unbedingt anraten.

C. F. Vaucher: Herd, du meine Güte!
ISBN 978-3-9523074-0-3,  € 15.50
Direkt beim Verlag bestellen: info@armin-vogt.ch

Da der Verleger die Bücher selbst zur Post bringt ist es logisch, dass noch Porto dazukommt. Egal wie viel, es wird den Preis immer wertsein.

Machandel

Der Erfurter Ulf Geyersbach schreibt so kraftvoll und bildhaft, wie ich das schon lange nicht mehr erlebt habe.

MACHANDELS GABE,
im Arche Verlag Zürich 2010 erschienen und die zweite Auflage liegt schon in den den Buchläden.

ich bin wohl nicht der einzige, den dieses buch faszinierte.
Ich kann es rundweg empfehlen. Es handelt von einem Kind, das mit besonderem Geschmacks und Geruchssinn ausgestattet ist. Das Saugen an der Mutterbrust ist dem Kind bereits zu fad, es verlangt nach einem Löffel. Mit dem löffelt sich Machandel aus ärmlichsten Verhältnissen in die Genusswelt und schafft es hoch bis zu einer Kochlehre in Paris. Irgendwann besitzt Machandel ein Restaurant, verliert alles, berappelt sich, schreibt ein Kochbuch, verliebt sich,  aber sein Leben gestaltet sich als Perlenkette des Missgeschicks.

6. Oktober 2010
Also, der Ministerpräsident Mappus, Hut ab! Ich glaubte, dass er kaum je ein Buch gelesen, aber den Niccolò Machiavelli, den immerhin hat er sich sehr gut drauf geschafft, der Stefan il Principe. Complimenti!

6. Oktober 2010
"Das Essen", soll Montesquieu gesagt haben, "ist einer der vier Zwecke des Daseins. Welches die drei anderen sind, darauf bin ich noch nicht gekommen." (...)

Zweieinhalb Jahre unseres Lebens verbringen wir am Esstisch. Das hat Franz Werfel einmal ausgerechnet, und er knüpft daran die Überlegung: "Ein guter Statistiker könnte errechnen, dass unsere Tragödien, unsere seelischen Kämpfe, unsere geistigen Stürme, unsere philosophischen und künstlerischen Erlebnisse eine weit geringere Weile in Anspruch nehmen. Wieviel aber reden die Menschen und ihre Bücher von diesen großartigen Dingen, deren Besitz adelt, während sie die wichtigste und ausdauerndste Beschäftigung ihres Daseins mit hochmütigem Schweigen übergehen. Dies ist eine zimperliche Heuchelei und gouvernantenhafte Prüderie, welche die Alten nicht kannten, da sie das Mahl zu einem rechtmäßigen Mittelpunkt ihrer Tage und Werke setzten.”

5. Oktober 2010
Ein Koch in Kenia hat sicher einen frischen Zugriff auf Impalafleisch und einem Aborigine würde ich nie das Känguruschlachten verbieten. Was haben aber solche Produkte in deutschen Gasthäusern zu suchen? Die Gäste werden entscheiden ob solch Fremdes angenommen wird. Ich glaube in Deutschland ist die Zeit vorbei, dass die Firma “Exotic-Food” die Gatronomie umkrempeln könnte. Angeboten wird: Phyton-Steak, Krokodil Tailfilet, Elch Keule, GnuSteak, Impala Tenderloin, Kamel Steak und Keule, Känguru-Steak, und Filet, Kudu Steak, Oryx Steaks, Strauss Filet, Zebra Keule und Striploin.

Mit solch einem exotischen Angebot hätte ich in einer Woche alle meine Gäste vertrieben. Dass das so ist finde ich an Deutschland prima. Früher musste man ins Ausland schauen wenn es um gutes Essen und Trinken ging. Mittlerweile sind wir ganz vorne dran. An der Grenze kommen die Gäste aus dem Elsass, Belgien, Luxemburg immer mehr zu uns. Früher war es umgekehrt.

2. Oktober 2010
Lieber Vincent

Sprache offenbart alles: "Die Bilder von gestern dürfen sich nicht wiederholen", sagt Mappus – die Sache schon, aber die BILDER nicht, das meint er. Man braucht einfach bessere Bilder.
Wie unter Stalin – ist das noch Schwaben?

Sei herzlich gegrüßt von deinem Wiglaf
(Wiglaf Droste) http://de.wikipedia.org/wiki/Wiglaf_Droste 
 

1. Oktober 2010
Faschismus ist eine nach dem Führerprinzip organisiertes, nationalistisches antidemokratisches, rechtsradikales Herrschaftssystem in Italien.” So steht’s im Duden. Lässt man bei dem Wörtchen rechts das Anhängsel radikal weg, dann hat man die baden-württembergische Landesregierung ziemlich genau gedeutet. Konservativ kann man diese Politik nicht mehr nennen, denn Konservative sind im hohen Maße vernünftig und deshalb häufig Gegner von S21. Herr Mappus, der Totengräber der CDU, wendet sich gegen mich und meinesgleichen, gegen seine eigene Wählerschaft. Muss man eigentlich bis zur nächsten Wahl warten, bis zum März diese Ignoranz und Gemeinheit ertragen und erdulden? Wie wird man diesen Gewaltherrscher früher los?

Chaoten
rambo

Links: Die Gewaltherren wollen die Demonstrierer gerne als Chaoten und Gesindel diffamieren. Es sind aber mehrheitlich nachdenkliche Schwaben, Schaffer und Steuerzahler. Ich finde Chaoten sehen anders aus als dieser Bürger dem ein Rambopolizist mit Hochdruck das Auge rausgeschossen hat. Ich bin sicher sehr friedfertig, aber dem Polizisten, der dies angerichtet hat, der dürfte mir nicht in die Finger kommen

Rechts: Der Innenminister behauptet, die Polizei hätte sich vor den Demonstranten schützen müssen. Eine glatte Lüge, wenn man diese Polizisten-Ungeheuer anguckt.
.

30. September 2010 tagsüber
Eigentlich ist diese Homepage für die schönen Dinge des Lebens, aber man kann momentan angesichts der Geschehnisse in Stuttgart nicht über speichelfördernde Delikatessen schreiben.

Was die Demonstrationen in Stuttgart angeht, so richtet sich, glaube ich, der Volkszorn vorwiegend gegen die unglaublich ignoranten Regierenden. Es zeigt sich immer mehr, zum zeitgeistlichen Politiker braucht es kein Hirn, nur Dickfelligkeit, Ellenbogen und Egoismus. Die politische Kultur, der Bezug zum praktischen Leben sind schon lange verlustig, die Sitten total auf dem Hund. Frau Merkel, wie der DB-Chef Grube sagen, man müsse Verträge einhalten sonst verliere man das Vertrauen des Auslands.
1. Ist so ein Bahnhof dem Ausland wurscht.
2. Im Windschatten des Sarrazinwirbels bricht die Regierung die Atomausstiegsvereinbarung. Die Medien gehen der Sarrazin-Marginalie voll auf den Leim, merken nichts oder sind sowieso auf Kurs der wie eine Oligarchin hantierenden Kanzlerin. Sie behauptet, wie alle anderen Mauschler, dass man ohne den Katakomben-Bahnhof wirtschaftlich abhänge, den Anschluss verliere. Totale Angstmache und Bullshit. Beispiel:  Fahrtzeit Stuttgart Paris  4 Std. 20 Min. Das teilt sich auf in Stuttgart/Strassburg 158 km in 2 Std. 6 Min.  und in Strassburg / Paris 487 km in 2 Std. 18 Min. Die französische Bahn ist also weit mehr als doppelt so schnell wie die marode DB. Strassburg hat übrigens einen total altmodischen Bahnhof.
Der OB Stuttgart und auch die Industrie reden von Bedeutungsverlust der Stadt, wenn man den Bahnhof nicht baue:
Paris, beispielsweise hat vier völlig veraltete Bahnhöfe und ist trotzdem eine faszinierende Stadt. Faszination gewinnt eine Stadt durch fleißige Bürger die ihr Geld ausgeben und kulturelles Leben pflegen.  Da könnte die Verwaltung noch viel Unterstützendes tun, aber Sie muss auf einen monströsen Bahnhof sparen, der halb so teuer genauso taugen würde.

Als Zugfahrer und Bahnkarteninhaber stelle ich fest:

Der Bahnhof ist relativ unwichtig, Zeitgewinn hat man durch schnelle Loks und Gleise, wie uns die Franzosen vorführen. In ganz Württemberg gibt es nur eine Hochgeschwindigkeitstrasse, die von Stuttgart nach Mannheim. Darüber hinaus scheppern die empfindlichen ICEs über gebogene Eisen, dass der Radbruch immer als Gefahr droht. Warum hauen eigentlich die ICE-Hersteller nicht mal auf den Tisch?

Also nochmal, man braucht einen guten Zug und gute Gleise und dann noch irgendeinen Holzsteg, - der vielleicht 5 Minuten Verzögerung kostet - als einem Tiefbahnhof, um in die Züge reinzukommen. Klar, das ist jetzt alles sehr vereinfacht gesagt, aber irgendwie in diese Richtung wünsche ich mir die Entwicklung.

Das Allerwichtigste wäre aber die Gesundung der DB, die meiner Ansicht nach, wegen extremem „lean management“ so kaputtgewirtschaftet ist, dass der Service der DDR-Bahn besser war und der pünktliche Fahrplan mittlerweile dem Wert eines Lottoscheins gleichkommt.

Noch etwas, um einen 33 Kilometer langen Tunnel im Nahbereich Stuttgart wird man wohl nicht herumkommen, darin kann man dann die ganzen Regierenden in Quarantäne stecken.

fusszeile