Banner

Restaurant Wielandshöhe
- Vincent Klink -
Alte Weinsteige 71
D-70597 Stuttgart-Degerloch

Telefon 0711/640 88 48
Telefax 0711/640 94 08

Sonntag und Montag Ruhetag

Küche
12.00-14.00  18.00-21.00

Tischreservierung nur
per Telefon

Keine Kochkurse
 

30. Juli 2020
Wenn mir beim Frühstück noch ein guter Gedanke hochblubbert, dann ist der Tag noch nicht ganz verloren.
Öfters dachte ich schon, “Ohne den Faktor Ausbeutung läuft in der Gastronomie gar nichts. Doch wer beutet wen aus, der Gastronom die Gäste oder der Gastronom sich selbst? Ich kam zu folgendem Schluss: Beutet der Gastronom die Gäste aus, ist er geschäftlich einige Zeit erfolgreich, der Spaßfaktor ist null, die Gäste irgendwann sauer und irgendwann der Laden dicht. In der Tat ein schlechtes Geschäftsmodell für Wirt, Koch und Gast. Um erfolgreich und glücklich zu werden lebe ich die andere Variante, ein fast ebenso schlechtes Geschäftsmodell. Restaurants in denen glückliche Gäste sitzen haben immer Betreiber die sich selbst ausbeuten. Das ist in vielen anderen Berufen auch so. Wichtig allein ist jedoch, den Bogen nicht zu überspannen, und beispielsweise als Koch bis zur Rente durchhalten. So lange, bis man einsieht, dass es für ein glückliches Leben keine drei Autos und wochenlangen Urlaub braucht. 

21. Juli 2010
Jetzt muss ich mal ein bisschen auf den Putz hauen, auch wenn ich unverdienterweise auf dem Titel des Buchs abgebildet bin. Geschrieben hat es ein gewisser Arno Luik.

Der alte Kumpan von mir wurde 1955 auf der Ostalb geboren, ist Stern-Autor und lebt in Hamburg. Auch wenn der gute Arno obszön jugendlich aussieht, er ist ein echtes Journalistenschlachtross. Arno Luik hat sich durch die weichgespülten Zeiten nicht beirren lassen um dem Volke, wie mittlerweile üblich, nach dem Munde zu reden,

Luik war Reporter für Tempo und die Wochenpost, Autor für Geo und den Tagesspiegel,
Chefredakteur der taz und Vize der Abendzeitung. Die Gespräche des Interview-Spezialisten sind in mehr als zwei Dutzend Sprachen übersetzt worden.

Arno Luik wurde vom Medium Magazin zum Kulturjournalisten des Jahres 2008
gewählt: „… für seine Interviews, die er als Meister dieses Fachs führt –
anspruchsvoll und zugleich unterhaltsam, stets von bester journalistischer Neugier
geleitet und außerordentlich gut vorbereitet. Herausragende Interviews: Insbesondere sein Gespräch mit Inge Jens über die Alzheimer-Erkrankung ihres Mannes Walter Jens.“ Und: Vincent Klink riskiert in dem Buch eine scharfe Lippe gegen die Nahrungsmittelindustrie.

„Wer zum Teufel sind Sie nun?


60 Jahre Bundesrepublik – Gespräche über uns
Mit Fotos von Volker Hinz
320 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag
€ 22,- (D) / 22,60 (A) / SFr 39,-

ISBN: 978-3-88897-559-2
 

Erstverkaufstag: 4. März 2009

14. Juli 2010
Komisch, andere stöhnen und ich fühle mich, je heißer, je besser, und immer wohler. Bin irgendwie ein südlicher Typ. Allerdings, ich esse wesentlich weniger, weil vollgefressen bei dieser Hitze doch ziemlich retardiert. So ist natürlich auch die Küche zwar mit regionalen Produkten am Start, aber was in Italien und Südfrankreich wächst, das gibt es jetzt auch bei uns. Regional, da denken viele an Spätzle, Sauerkraut und Rostbraten. Alles zu seiner Zeit. Aber in der Pfalz wachsen Artischocken, und und alle Arten von Sommergemüsen sind im Ländle nun in Topform.

Wenn in Stuttgarts Kessel der Teer kocht, dann ist es auf der Wielandshöhe heiter und luftig. So haben wir im Sommer das gleiche Boomgeschäft wie etwa an Weihnachten. Ehrlich gesagt, ich habe nichts dagegen.

mit Wurst

13. Juli 2010

Von links nach rechts: Cesare Giaccone Godfather der italienischen Küche aus Serralunga d’Alba www.cesaregiaccone.com), Elena Arzak, die Drei-Sterneköchin aus San Sebastian in Spanien (www.arzak.info), Oscar, der Mann mit der Wurst betreibt das feinsten und in dieser Liga größte Feinkostimperium Italiens, natürlich auch in Tokyo oder New York.
                                                      www.eataly.it

Für solche Gäste zu kochen ist nicht schwierig, sie haben den geichen Geschmack wie ich, kurzum, geübte Esser.Die Truppe äußerte den Wunsch nach Wurst mit Kartoffelsalat und das gab es dann mit einer kleinen Maultasche als Amuse Bouche. Cesare schwärmte auch vom Bier das dazu gereicht wurde. “Ergenzinger Ochsenbräu” erwies sich mal wieder als wahre Muttermilch. Dann ging es weiter mit geröstetem Ziegenkäse von der schwäbischen Alb, der wilde Thymian hatte sein Aufwachsen ebenfalls auf der Schwäbischen Alb. Scharfes Ananaschutney gab’s dazu gefolgt von einem Vol au Vent mit Herzbries und grünem Spargel. Geröstete Kalbskutteln leiteten zum Lammkotelette (dito alpi suevia) über. Alles wurde nur mit etwas Meersalz und Pfeffer gewürzt. Die unvakuumierte, an frischer Luft gereifte Ware, hat einen solchen Duft, dass wir nichts mit Gewürzen manipulieren wollten. Die Kollegen waren happy und ich natürlich ebenfalls froh und glücklich.

Und wieder ein faxenfreies Gasthaus: Am Sonntag den 5. Juli extra nach Vöhrenbach im Schwarzwald gefahren.

Der Weg war weit doch der Lohn groß. Wunderbar gegessen und virtuos umsorgt von den Damen des Hauses.
 http://www.engel-voehrenbach.de

8. Juli 2010
Früher war alles gut – heute ist alles besser.
Manchmal wäre es besser – es wäre alles wieder gut! So meint der Vincent

3. Juli 2010
Für gute Hersteller bräuchte man eigentlich gar kein Lebensmittelgesetz. In erster Linie ist dies nämlich nicht zum Schutze des Verbrauchers ersonnen, sondern es geht heftig um Spitzfindigkeiten und Hintertürchen für die Industrie.

Der Gesetzestext für Wurst könnte so lauten: Wurst sollte nur ein umgestülptes Tier sein. Darm außen, Tier innen und dann noch ein paar Gewürzchen und Milch dazu, fertig.
Jedenfalls, wenn ich Wurst mache, dann genügen mir diese Vorgaben vollauf.

fusszeile