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Tischreservierung
nur per Telefon

Telefon 0711/640 8848

Restaurant Wielandshöhe
- Vincent Klink -
Alte Weinsteige 71
D-70597 Stuttgart-Degerloch

Sonntag und Montag Ruhetag

Küche
12.00-14.00  18.00-21.00

Keine Kochkurse

 

Costantinopoli aussen

Nichts deutet darauf hin, dass hinter dem Tor ein Paradies beginnt (im Hintergrund schon wieder ein Strassenkehrer).

Costantinopoli innen

Wunderbares, kleines Hotel mit angemessenen Preisen, mitten in der Altstadt: www.costantinopoli104.com

PS: Mit den Taxifahrern ist es ein Kreuz. Am ersten Tag kostet alles doppelt soviel. Sie merken aber wenn man sich eingegroovt hat. Mit jedem Tag wird es billiger. 

Studio Bauer

31. Juli 2008
Die Vorarbeiten zum nächsten Häuptling laufen schon auf Hochtouren. Nachdem der momentane Häuptling ( www.haeuptling-eigener-herd.de ) sich mit der Arabischen Küche beschäftigt, widmet sich der kommende dem Thema “Lärm und Gestank” und obendrein natürlich gewaltig der Küche Kampaniens.

Was also lag näher, als am vergangenen Wochenende nach Napoli zu fliegen und sich den Müll anzusehen und die Küche dort zu erforschen. Es kam ganz anders: Ich war von der Stadt so angetan, dass ich einen Tag länger blieb, dienstags meine Köche anrief und erklärte: “Ich schwänze noch einen Tag”!

1. In Napoli stinkt es nicht, es duftet und eine müffelde Fritteuse, wie ganzjährig auf dem Stuttgarter Schlossplatz, konnte ich nicht erschnüffeln.

2. Die Müllschlagzeilen waren ein Schock für die Stadt und die Italiener sind schnell im Handeln. Noch nie habe ich so viele Strassenkehrer gesehen, wie in den Vormittagsstunden in Napoli.

3. Die Menschen sind rundum fröhlich und hilfsbereit. Bus und Bahn funktionieren auf die Sekunde. Meiner Frau wurde die Handtasche nicht entrissen, was ihr aber in Zürich und mal in Bern passiert ist.

4. Alles dreht sich ums Essen, die Fischküche ist großartig, vor allem aber die Stimmung in den Restaurants. Mit der kulinarischer Perfektion nehmen es die Köchinnen und Köche am Vesuv nicht so genau, wobei der Einheimische wahrscheinlich besser bekocht wird als der Tourist. Eine große Ausnahme gibt es aber, nämlich Don Alfonso in Sant’ Agata sui due Golfi. www.donalfonso.com. Dort herrscht Sterneperfektion, aber nicht der Groove wie in der Altstadt von Napoli. Man kann nicht alles gleichzeitig haben.

28.Juli 2008
Riesenaufregung: Patrik Bebelaar Piano, Vincent Klink Bassflügelhorn: Heute kam die CD, die ich mit meinem Freund Patrick Bebelaar aufgenommen habe. www.bebelaar.de

Wir haben natürlich im feinsten Laden aufgenommen. Bauer Studio in Ludwigsburg. Deren Referenzenliste geht von Miles Davis bis in die heutigen Tage. Alles die tollsten Cracks, Musiker, Schauspieler. Ich war natürlich total nervös, aber das Ergebnis kann sich sehen lassen. Nun muss ich rauskriegen wie ich die Stücke hier veröffentlichen kann, so, dass man sie gleich in dieser Homepage anhören kann. Irgendwie meint man, es wäre vollbracht. Dann tun sich aber wieder neue Probleme auf. Keine Sorge ich kriege das hin und der ganze Heckmeck hält ich auch jung. 
Links: Adrian von Ripka mit seinen zehntausend Knöpfen. Der Mann: ein Genie.

27. Juli 2008
Die Seite mit den Gerichten, also den unzähligen Fotos muss ich streichen. Zuviel Speicherplatz. Die ganze Homepage wird zu träge. Außerdem ist es für mich mittlerweile ein richtiger Schrecken, die Fotos herzurichten, Kleinrechnen etc.. Kochen muss ich ja auch noch und weniger wie fünf Stunden Schlaf geht nicht. Also mache ich es so:

Nun führe ich das Tagebuch wieder regelmäßig, da ich meinen Texte für ein DuMont-Weinbuch abgeliefert habe. Da wir ganz auf Bio sind, also fast täglich eine andere Marktsituation haben kochen wir unzählige Gerichte in kleiner Auflage. Da hat man ein Kalbsherz, vier Portionen und fertig. Kalbsbries, vier Vorspeisen und fertig, dann hat man tolle Tomaten, dann wieder nicht. Eine stabile Karte ist nicht zu bewerkstelligen und wäre uns auch langweilig.

Jetzt aber noch zur Speisekarte. Ich werde also die entscheidenden Gerichte hier im Tagebuch kommentieren.

26. Juli 2008
Manchmal habe ich Anwandlungen und wäre gerne Vegetarier. Denn mit dem Fleisch ist es ein wirkliches Kreuz. Ständig ist man auf der Suche. Mit jedem Metzger ist es das Gleiche: Alles beginnt gut. Nach einem halben Jahr ist die Luft raus. Was war ist nicht mehr. Wir kaufen ganze Kälber, alles prima. Gelobt sei das Schwabenland. Jede Woche in Prachtskalb für uns. Dann ist man plötzlich an den Radsport erinnert. Plötzlich taucht in den Begleitpapieren das verheerende Wörtchen “Vechta” auf. Das ist die Gegend die für brutale Massenkälbermast bekannt ist. Also soll uns ein Kalb untergeschoben werden, das genau das Gegenteil von dem ist was wir wünschen und fördern wollen. Ich bekam einen Tobsuchtsanfall.

10. Juli 2008
 Alexander Laible, Durbach, einer der Söhne des berühmten Weinguts in Durbach.
2007, Riesling trocken, Sl, irgendwie um die 12,00€. 12,5% geradlinig, klar, frisch und sauber, Drehverschuss (scheissegal). Ganz und gar nicht von der behäbigkeit, die mir bei badischem Riesling manchmal auf die Nerven geht. Ein Superstoff ohne drögen Nachhall oder sonstigen Rieslingdumpfheimer.
www.weingut-alexanderlaible.de

Fisch Topf

7. Juli 2008
Zum Essen trinke ich nicht gerne korrespondierende Weine. Am liebsten zur Vorspeise weiß und zum Hauptgang rot, oder je nachdem, nur Weißwein. Aber mindestens eine Flasche. Die Weine, die ich gerne trinke, haben soviel Charakter, dass man sich manchmal daran gewöhnen muss. Nicht der erste Schluck muss schon knallen. Ich bin ja kein Weintester. Wirklich gute Weine werden mit jedem Glas schöner. 

Mit den Gerichten ist es ähnlich, einen wirklich bleibenden Eindruck habe ich, wenn ich beispielsweise so einen gedünsteten Wolfsbarsch mit meiner Frau verspeise. Wir waren sozusagen die Versuchskaninchen. Mittlerweile haben wir dieses Gericht auf der Karte. Wolfsbarsch im Muschel-Safransud, mit Fenchel u.s.w..

Der Eisentopf ist ein Unikat, wiegt 10 Kilo und ist vom Künstler Berthold Hoffmann aus Nürnberg. www.hoffmann-metallgefaesse.de

Einen haben wir schon ein Jahr, nun haben wir endlich den zweiten, denn wenn ein Tisch dies Gericht bestellt, dann wollen alle anderen auch.

1974 habe ich mit meiner Elisabeth bei Bocuse einen Wolfsbarsch “en croûte” gegessen. So etwas vergißt man nie wieder. Umgekehrt nach einem 15 Gang Menü, egal wie toll, weiß am nächsten Tag meist gar nichts mehr. Oft neutralisieren sich die jeweiligen Gänge und aus der Mathenachhilfe weiß ich noch wie man nach langer Rechnerei, trotz vielem Gedöhns, wieder bei Null anlangen kann.