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Restaurant Wielandshöhe
- Vincent Klink -
Alte Weinsteige 71
D-70597 Stuttgart-Degerloch

Telefon 0711/640 88 48
Telefax 0711/640 94 08

Sonntag und Montag Ruhetag

Küche
12.00-14.00  18.00-21.00

Tischreservierung nur
per Telefon

Keine Kochkurse
www.wielandshoehe.de
 

12. August 2010
Heute kam ein Brieflein ins Haus, es war recht freundlich der letzte Satz aber lautete so:
“Wenn Sie das Wort “lecker” bei Ihren Fernsehauftritten verwenden, finde ich dass das für Sie als Schwabe und überregional anerkannter Fachmann völlig unnötig ist.

Das hat mich dann schon ein bissle aufgeregt. Denn schon als Kind hat mir mein Vater unter Androhung von Schlägen dieses Blödsinnswort ausgetrieben. Ich habe dem Schreiber der Zeilen geantwortet, dass ich ihm 100 € zahle wenn er mir beweisen kann, das ich jemals dies Unwort ausgesprochen habe. Der Evelin König habe ich es auch verboten, aber manch- mal rutsch es ihr noch raus. Da muss die famose Oberschwäbin noch an sich arbeiten.

3. August 2011
Die Österreicher empfinde ich als höchst angenehmes Genießervolk, und ihre direkte Art schätze ich über die Maßen.
Hier kommt nun kurz der Journalist Kurt Bracharz zu Wort, der eine kleine Rezension über mein jüngstes „Immer dem Bauch nach“ geschrieben hat: „ Man kann annehmen, dass in der Wielandshöhe das gute alte Wort „Amuse gueule“ nicht durch „Amuse Bouche“ ersetzt wurde, wie das bei uns in Österreich die Jungfern beiderlei Geschlechts es tun.“

Ende der Durchsage, und ich muss gestehen, dass wir es bisher nicht so genau genommen haben. Nun aber schon, es gibt nur noch Amuse gueules“, basta. Der Mann hat nämlich Recht.

Mitarbeiter 1a 2011
Alexander Häffner (Restaurantchef) Denise Buchert (Stellvertreterin),
Andreas Lutz (Chefsommelier), Benjamin Widmann (Küchenchef)


2. August 2011
Ständig bereichern neue Gerichte unsere Karte, denn viele Gäste kommen immer wieder und wünschen Abwechslung. Uns Köchen geht es jedoch genauso, es macht einfach Spaß Ochsenrippen zu schmoren, immer wieder mal Wurst zu cuttern, Pasteten zu backen, nun der Tomatensaison gerecht zu werden u.s.w., oder im Oberschwäbischen einen Mozzarella und Ricotta-Italiener zu entdecken, der wirklich tagesfrische Ware liefert. Schön ist, dass dies alles bei unseren Gästen so gut ankommt. Klar Fehler passieren immer wieder, aber gerader der Umgang damit und das Lernen daraus sind der Kern der guten Gastronomie. Absichtlich schreibe ich nie von Sterneküche, denn darunter verstehen viele Gäste etwas total Edles, eine Küche von der man nicht satt werden würde o.ä. und das ist ein wirklich großes Missverständnis.

Ich weiß natürlich nicht wie der Michelinführer darüber denkt, denn diese Institution ist löblich diskret. Ich hoffe aber, und die Zeiten haben sich sehr positiv verändert, dass der Titel eines Michelinsterns unseren Bestrebungen nach Natürlichkeit, gesunder und umweltbewusster Küche nicht zuwider läuft. Ich glaube fest daran, dass man ohne Gänsestopfleber, Kaviar und Hummer sehr wohl sternewürdige Küche machen kann. Keine Frage, ohne Italienische und insbesondere französische Einflüsse wäre aber die deutsche Küche, die regionale Küche in dieser Klasse, wie man sie nun sehr häufig übers Land verteilt vorfindet, nicht möglich. Das heißt aber nicht, dass man Ausländisches nachäffen sollte.
Jetzt noch was zum sogenannten Sternekoch und dem ganzen Starkult, der eigentlich eigentlich ein Riesenblödsinn. Ich sagt immer wieder und nun nochmal: Gute Gastronomie funktioniert wie eine Fußballelf, ein schlechter Spieler darunter, und der Misserfolg ist spürbar. Mich könnte man als den Trainer des Ganzen ansehen. Stellvertretend für die 25 Mitarbeiter unseres Betriebs, hier die tragenden Säulen unserer Unternehmung. Meine Tochter und auch Frau Elisabeth, die im Hintergrund den Laden deichseln, waren nicht aufs Foto zu bekommen.

Besonders begrüßen möchte ich Frau Hoch (ein Bildchen wird nachgeliefert)und Herrn Lutz. Zeitweise war unser Service im letzten halben Jahr durch sehr guten Zuspruch der Gäste an die Grenzen der Leistungsfähigkeit gestoßen. Ich bin froh, dass wir nun diesen qualifizierten Zuwachs bekommen haben.

Klar, Vincent Klink ist ein toller Hecht, aber ohne die Mitarbeiter und Familie wäre er gar nichts.

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